G E S C H I C H T E

 

 

D i e   T h e a t e r t r a d i t i o n   i n   L a u g n a

   s c h o n   v o r   u n s e r e r   G r ü n d u n g

 

 

Bereits im Jahre 1892 ist in Laugna ein "Literarischer Club" dokumentiert, zu dessen Aktivitäten unter anderem auch das Theaterspielen gehörte.

In der Faschingszeit 1892 wurde das Lustspiel in 3 Akten Der Gemeindedepp im Saal des Metzgerwirtes Bernhard Sporer aufgeführt.

In der Amtszeit von Pfarrer Martin Gentner (1905-1920) der ein großer Förderer des Theaters war und auch selbst Regie führte, spielte man vor dem 1. Weltkrieg zur Weihnachtszeit das Drama Der Räuber von Maria Kuhm.

1919/20 spielten die Katholischen Burschen unter der Regie von Hauptlehrer Hans Scherer Das Waisenmädchen von Lourdes.

Um 1923 wurde der Burschenverein gegründet. Gespielt wurde in dieser Zeit bereits im Gasthaus Mayer. Es gab zwei Aufführungen, am 2. Weihnachtsfeiertag und an Neujahr.

 

 

T h e a t e r g r u p p e   L a u g n a

 

Im Sommer 1962 beschloss der Landjugendführer Johann Egger, dass in Laugna wieder Theater gespielt werden sollte. Neben Burschen und Mädchen der Landjugend gewann er Lehrer Adolf Kreuzer als Spielleiter, Hermann Stengelmair als Spieler und Engelbert Zillober als Handwerker.

Im Oktober 1962 wurde mit den Proben in der Gaststube der Wirtschaft Mayer begonnen. Nachdem im Saalbau Mayer zwar eine Bühne, doch weder Vorhang noch Kulissen vorhanden waren, wendete sich die Katholische Landjugend an das Fuggerische Stiftungsforstamt, sowie and die Gemeinde, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung.

Mit den Geldspenden der vorher genannten Ämter und mit einen "Finanzspritze" der Wirtsleute Mayer wurde dann ein Vorhang beschafft, der damals schon den stolzen Preis von 677,07 DM hatte.

Aus dem Holz, das Josef Langenmair spendete, bauten Engelbert Zillober, Hermann Stengelmair und noch einige Mitspieler das erste Kulissengerüst. Die Kulissen selber wurden von Anton Domler gemahlt.

Auf Initiative von Engelbert Zillober und Hermann Stengelmair wurde 1962 dann eine eigene Theatergruppe gegründet. In die Vorstandschaft wurden Vertreter der örtlichen Vereine als Zeichen für kameradschaftliche Zusammenarbeit mitaufgenommen. Ab diesem Zeitpunkt wurde in Laugna regelmäßig Theater gespielt. Es kamen lustige sowie besinnliche Stücke zur Aufführung.

Begonnen wurde bei der Laugnaer Theatergruppe mit 3 Hauptaufführungen und der Generalprobe, die meist von Kindern besucht wurde, pro Spielsaison. Dies hat sich immer mehr gesteigert. Heute wird inklusive der Generalprobe schon 10 mal gespielt. Der Eintrittspreis hat sich von damals 1,50 DM (1962) auf 5 Euro (2003) erhöht. Geändert hat sich jedoch bis heute nicht, dass der Erlös größtenteils Vereinen oder gemeinnützigen Einrichtungen (z.B. Kindergarten) zu Gute kommt. Ein besonderes Denkmal hat sich die Theatergruppe mit der Stiftung einer Figur der "Hl. Elisabeth" gesetzt, die in der Laugnaer Kirche zu bewundern ist.

Interessant ist vielleicht auch noch, dass am 1 Januar 1982 die Rekordzahl von 334 Personen im Saalbau Gerblinger die Aufführung der Laugnaer Theatergruppe besuchten. Diese Überbesetzung wurde bis heute zum Glück aller Platzanweiser, Kassierer, Bedienungen und auch Gästen nie mehr erreicht. - Heute werden nicht mehr als 200 Anmeldungen pro Abend angenommen.

Am 23 Mai 2000, nach nunmehr 38 Jahren geht die Ära von Hermann Stengelmair als 1. Vorstand der Theatergruppe zu Ende. Im Rahmen der Jahresversammlung, bei der auch der Laienspielberater der Regierung Schwaben als Gratulant anwesend war, wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Theatergruppe ernannt.

Unser erstes und bislang einziges Ehrenmitglied, Hubert Vetter, wurde im Rahmen des Theaterabschlusses am 19 April 2002 für sein 40-jähriges Jubiläum geehrt.

Der letzte Vorhang im Saalbau Gerblinger fiel am Freitag, den 07 Januar 2005 mit dem Stück "Schwing die Hüften Alois".

Für die Spielsaisonen 2006 bis 2010 war die Bühne im Emersacker Sportheim unser Zuhause. Hier war es zwar eine andere Bühne, doch alles drumherum blieb wie in Laugna - das komplette Team war dort vor Ort.

Durch den engagierten Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer wurde es möglich, bereits in der Saison 2010/2011 im neu erstellten Bürgerhaus in Laugna unser Premierenstück "Alles im Griff" aufzuführen. Sowohl die neue Bühne als auch der neue Vorhang wurden von Sponsoren finanziert - an dieser Stelle vielen Dank für die großzügigen Spenden.

Ein Jahr darauf durfen wir im Laugnaer Bürgerhaus unsere 50te Spielsaison absolvieren - aus diesem Grund wurde in dieser Theatersaison ein Gästebuch erstellt und jeden Abend wurden 2 Eintrittskarten für die nächste Saison verlost.

Das Laugnaer Urgestein - Alois Kotschner - beendete nach der Saison 2016/17 seine aktive Spielerkarriere und steht der Truppe nun fortan noch als Spielleiter und Bühnenbauer zur Seite - Danke Alois für eine unvergessliche Zeit.

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